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Dürfen Hunde Ananas essen? Das gibt es zu beachten

Dürfen Hunde Ananas essen? Das gibt es zu beachten

Die meisten Menschen lieben Ananas nicht nur wegen ihres tollen Geschmacks und der Erfrischung, die sie bieten, sondern auch aufgrund der zahlreichen enthaltenen Nährstoffe. Der ein oder andere Hundehalter gibt da seinem Vierbeiner, besonders an heißen Sommertagen, gerne mal ein Stück Ananas ab. Doch dürfen Hunde Ananas essen?

Dürfen Hunde Ananas essen?

Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, dass dein Vierbeiner hin und wieder ein wenig Ananas nascht. Die frische Frucht ist nicht nur gesund, sondern für den Hund auch sehr bekömmlich.

Vor allem beim Barfen ist es sehr sinnvoll, wenn du deinem Hund manchmal ein wenig Ananas zu fressen gibst. Denn die enthaltenen Ballaststoffe reinigen den Verdauungstrakt. Zwar sind Hunde überwiegend Fleischfresser, dennoch ist es empfehlenswert, hin und wieder Obstsorten wie auch Gemüsesorten in die Hundeernährung zu integrieren – insbesondere bei einer Barf-Ernährungsweise.

Beachte allerdings, dass in der Südfrucht ein hoher Anteil an Säure enthalten ist, zum Beispiel Zitronensäure und Apfelsäure. Diese Fruchtsäure sollte dein Vierbeiner nicht in zu großen Mengen zu sich nehmen, da damit der Hundemagen gereizt werden kann, was sich unter Umständen in Sodbrennen äußert.

Außerdem kann die Fruchtsäure auch die Zunge reizen, was zu einem Brennen auf der Zunge wie auch einem pelzigen Belag führt. Dies ist nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Hunde äußerst unangenehm.

Aus diesen Gründen solltest du weder zu häufig, noch zu viel Ananas verfüttern. Insbesondere dann, wenn dein vierbeiniger Liebling anfällig für Magenprobleme ist beziehungsweise zu Übersäuerung neigt, sollte die Ananas nur eine seltene Leckerei sein.

Die Fruchtsüße der Ananas setzt sich aus recht vielen verschiedenen Arten von Zucker zusammen. Dazu gehören zum Beispiel Fructose und Glucose. Pro 100 Gramm Fruchtfleisch sind in der Ananas um die 15 Gramm Kohlenhydrate enthalten. Dieser hohe Zuckergehalt macht nochmals deutlich, dass die Ananas nur in kleinen Mengen an Vierbeiner verfüttert werden sollte.

Dürfen Hunde Ananas essen? Die Zubereitung

Frau geschnittene Ananas mit einem Messer auf dem Küchentisch

Du solltest deinem Vierbeiner die Ananas nicht in großen Stücken zu fressen geben, da er sie dann nicht gut verdauen kann. Außerdem wissen viele Hunde nicht, was sie mit Obst, welches sie in großen Stücken vorgesetzt bekommen, anfangen sollen. Statt es zu essen, spielen sie eher damit.

Besser ist es also, wenn du das Fruchtfleisch zerkleinerst oder es ihm püriert unter sein Hundefutter in den Hundenapf mischst.

Rezept für Hundekekse mit Ananas

Außerdem hast du die Möglichkeit, deiner Fellnase schmackhafte Hundekekse aus Ananaspüree zuzubereiten. Du solltest allerdings beachten, dass durch das Erhitzen beim Backen die in der Ananas enthaltenen Enzyme zerstört werden.

Zutaten:

• 120 g Ananaspüree (du kannst auch Babygläschen verwenden)

• 300 g Mehl

• (Gegebenenfalls ein wenig Streukäse oder kleine Reste von Hundefutter oder getrockneten Kauartikeln)

Zubereitung:

1. Vermische das Ananaspüree gründlich mit dem Mehl.

2. Damit die Hundekekse noch schmackhafter für deinen Vierbeiner werden, kannst du noch zusätzliche Zutaten zur Masse mischen, wie zum Beispiel ein wenig Streukäse oder aber kleine Reste von Hundefutter oder Kauartikeln.

3. Achte darauf, dass der Teig nicht zu flüssig ist. Um den Teig fester zu machen, kannst du noch ein wenig Mehl dazugeben. Falls der Teig zu fest ist, mach ihn mit einem Ei oder ein wenig Brühe geschmeidiger.

4. Leg ein Backblech mit Backpapier aus und rolle den Teig darauf aus. Schneide nun den Teig mithilfe eines Pizzaschneiders oder Messers in kleine Quadrate. Alternativ kannst du – für besonders tolle Hundekekse – auch einen Keksausstecher verwenden.

5. Gib den Teig nun für 20-25 Minuten bei 170 °C Ober-/Unterhitze in den Backofen. Überprüfe hin und wieder, ob die Kekse schon fertig sind, damit sie nicht zu braun werden. Falls sie außen fertig, aber in der Mitte noch sehr feucht sind, dann lass sie im abgeschalteten, noch heißen Backofen ein wenig abtrocknen und stecke einen Holzlöffel in die Ofentür, damit die feuchte Luft entweichen kann.

Du solltest nur dann Getreide zum Backen von Hundekeksen verwenden, wenn du dir sicher bist, dass dein Hund nicht an einer Getreideallergie leidet. Ansonsten kannst du anstatt von Weizenmehl auch Dinkelmehl verwenden. Um bezüglich möglicher Allergien ganz sicherzugehen, sind insbesondere Kartoffel- und Buchweizenmehl zu empfehlen.

Dürfen Hunde Dosen-Ananas essen?

Ananasstücke aus der Dose

Du solltest deinem Vierbeiner nur frische Ananas zu fressen geben und auf Ananas aus der Dose verzichten. Denn hier sind die Fruchtstücke üblicherweise in eine Zuckerlösung aus Zuckersirup oder Haushaltszucker eingelegt. Dies ist bereits für uns Menschen nicht gesund, und für Hunde noch viel weniger.

Möchtest du deinem Vierbeiner dennoch Ananas aus der Konservendose verfüttern, solltest du einen genauen Blick auf die Inhaltsangabe werfen. Denn es gibt ein paar wenige Konserven, bei denen die Ananasstücke lediglich in Ananassaft eingelegt wurden.

Außerdem gehen bei der langen Lagerung in der Dose fast alle Mineralstoffe und Vitamine verloren, weshalb die Ananas aus der Dose keinen Mehrwert für Vierbeiner bietet. Stattdessen ist sie wegen des hohen Zuckergehalts sogar schädlich.

Dürfen Hunde Ananas als Trockenobst essen?

Während bereits in der frischen Ananas relativ viel Zucker enthalten ist, ist der Zuckergehalt bei Trockenobst noch um ein Vielfaches höher. Dabei ist es ganz egal, ob du das Trockenobst im Supermarkt kaufst oder es selbst im Dörrautomaten zubereitest. Einziger Unterschied ist, dass das gekaufte Trockenobst häufig noch mit Konservierungsstoffen, welche schädlich für Vierbeiner sein können, behandelt wurde.

Aufgrund des sehr hohen Zuckergehalts ist Ananas als Trockenobst auch in sehr geringen Mengen ungeeignet für deinen Vierbeiner. Fällt allerdings ein kleines Stück davon auf den Boden, und du schaffst es nicht, dieses aufzuheben, bevor dein Hund es geschnappt hat, brauchst du dir selbstverständlich dennoch keine Sorgen machen. Absichtlich verfüttern solltest du die Ananas als Trockenobst aber nicht.

Dürfen Hunde Ananas fressen? Die Nährstoffe

Ananasscheibe in einer Schüssel

Ananas hat nicht nur einen sehr guten Geschmack, sondern enthält zudem zahlreiche Nährstoffe, welche auch für Hunde sehr gesund sind und zur Hundegesundheit betragen. Dazu gehören Vitamine und Spurenelemente. Außerdem findet man in der Ananas einen hohen Anteil an Mineralstoffen:

• Vitamin C

• Pro-Vitamin A

• Vitamin E

• B-Vitamine

• Biotin

• Folsäure

• Pantothensäure

• Niacin

• Thiamin

• Riboflavin

• Eisen

• Jod

• Zink

• Mangan

• Calcium

• Kupfer

• Phosphor

• Kalium

• Magnesium

• Enzyme

•Tryptophan

• Serotonin

Vitamine

Vitamin C spielt eine große Rolle beim Fettstoffwechsel wie auch bei der Bildung von Bindegewebe. Darum ist eine erhöhte Aufnahme von Vitamin C insbesondere dann sinnvoll, wenn dein Vierbeiner eine Krankheit oder Operation überstanden hat, körperlich stark belastet wird oder sich im Wachstum befindet.

Vitamin A ist wichtig für die Abwehrfunktion der Haut wie auch das Sehvermögen. Zudem spielt es eine große Rolle beim Knochenwachstum. Aus diesem Grund ist es bei der Versorgung von trächtigen Hündinnen wie auch von Welpen von großer Bedeutung.

Aminosäuren

geschnittene Ananas auf rustikalem Holztisch

Zudem sind in der Ananas für den Hund essentielle Aminosäuren enthalten. Aminosäuren werden vom Körper dazu genutzt, eigene Proteine daraus zu bauen. Aminosäuren, welche der Hund nicht selbst bilden kann, werden essentielle Aminosäuren genannt. Es ist wichtig, diese mit der Nahrung aufzunehmen.

Diese für den Hund wichtigen Aminosäuren findet man in der Ananas. Dazu gehört zum Beispiel die Aminosäure Tryptophan. Dieses sorgt unter anderem für eine gute Stimmung wie auch Ausgeglichenheit beim Hund.

Das Tryptophan kann zudem im Gehirn verstoffwechselt werden, wodurch der Botenstoff Serotonin entsteht. Dieser dämpft Impulsivität und Erregungszustände und hat zudem eine beruhigende Wirkung auf den Vierbeiner.

Enzyme

Außerdem ist die Ananas sehr reich an eiweißspaltenden Enzymen. Diese haben einen positiven Effekt auf den Körper – auch auf den von Hunden. So regt die Ananas die Fett- und Eiweißverdauung an, wodurch sie die Funktion eines gesunden Stoffwechsels unterstützt.

Besonders das enthaltene Enzym Bromelain wie auch Ananain sind hierbei hervorzuheben. Denn hierbei handelt es sich um Verdauungsenzyme, welche für die Spaltung von Eiweiß zuständig sind. Somit hat die Ananas einen positiven und unterstützenden Effekt auf die Verdauung und die Fettverbrennung.

Zudem hat Bromelain eine entzündungshemmende Wirkung. Darum ist dieses Enzym, insbesondere bei Verbrennungen oder nach Operationen, hilfreich.

Wissenswertes zur Ananas

Ananasfrucht und Ananasscheibe auf Holztisch

Die Ananas stammt ursprünglich aus Amerika. Bereits die Naturvölker schätzten die Ananas sehr und verwendeten sie für zahlreiche gesundheitliche Zwecke.

Von Amerika aus wurde sie in die ganze Welt verbreitet, weshalb sie heutzutage nun auch in allen tropischen Gebieten der Welt wächst. Aufgrund des Klimas kann die exotische Frucht bei uns nicht wachsen und wird somit importiert.

Ananas als Mittel gegen das Fressen des eigenen Kots

Leider haben viele Hunde die eklige Angewohnheit, ihren eigenen Kot zu fressen – dies ist besonders unangenehm, wenn er dir auch liebend gerne über das Gesicht schleckt, wenn du kurz nicht aufpasst. Ananas kann dabei helfen, deinem Vierbeiner die Angewohnheit, seinen Kot zu fressen, abzugewöhnen.

Zuerst einmal ist es wichtig, dass du abklärst, ob dem Fressen des eigenen Kots eine medizinische Ursache zugrunde liegt. Denn dies kann auch mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder mit Verdauungsproblemen zusammenhängen.

Falls es sich beim Fressen des eigenen Kots wirklich nur um eine lästige Angewohnheit handelt, dann kann Ananas beim Abgewöhnen hilfreich sein. So führt der Verzehr von Ananas dazu, dass sich in den Ausscheidungen Abbauprodukte befinden, welche für den Hund nicht schmackhaft sind.

Zeigt dies bei deinem Vierbeiner keine Wirkung und er frisst dennoch weiterhin seinen Kot, kannst du zu einem noch wirkungsvolleren Mittel greifen. Füttere ihn dazu in kurzem Abstand mit Ananas und Joghurt. Denn dies führt zu der Bildung eines sehr bitter schmeckenden Stoffwechselprodukts.

Hat dein Hund dieses unangenehme Geschmackserlebnis gemacht, wird er in Zukunft im Normalfall seinen unappetitlichen Kot nicht mehr fressen wollen.

Darf ein Hund Ananas essen? Das solltest du beachten

1. Der Reifegrad

In Scheiben geschnitten und ganz Ananas auf Holztisch

Sehr wichtig bei der Verfütterung von Ananas ist der Reifegrad der exotischen Frucht. So solltest du deinem Vierbeiner nur eine reife Frucht verfüttern. Denn verfütterst du deiner Fellnase eine unreife Ananas, dann kann dies schwere Bauchkrämpfe bei ihm verursachen und zudem abführend wirken. Unreife Ananas stehen sogar im Verdacht, Fehlgeburten auslösen zu können.

Ananas, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, sind häufig noch unreif. Denn aufgrund des langen Transportweges werden sie üblicherweise geerntet, wenn sie noch nicht reif sind. Dies ist kein Problem, da sie nachreifen, doch wenn sie bei uns in den Handel kommen, ist dies häufig noch nicht in ausreichender Form geschehen.

Du solltest nicht lediglich vom Aussehen der Ananas darauf schließen, ob sie reif oder unreif ist. Denn manche Sorten sind auch dann, wenn sie reif sind, außen grün, während andere Sorten von außen reif aussehen, während sie innen noch sehr sauer und unreif sind.

Dass eine Ananas reif ist, erkennst du daran, dass sie am Stielansatz sehr intensiv duftet. Außerdem kannst du die Reife an den inneren Blättern der Ananas testen. Wenn sich diese leicht aus der Blätterkrone herausziehen lassen, dann ist die Frucht reif.

2. Die verschiedenen Bestandteile der Ananas

Du solltest deinem Hund nur einen für ihn vorbereiteten Teil des Fruchtfleisches der Ananas geben. Sieh davon ab, ihm die gesamte Frucht zum Spielen und Fressen zu geben.

Denn Grünzeug, Schale wie auch Kern der Ananas sind sehr fasernreich und darum unverdaulich für den Vierbeiner. Schlimmstenfalls kann der Verzehr dieser Bestandteile zu inneren Verletzungen oder aber zu einem Darmverschluss führen.

3. Ananas in Kombination mit Milchprodukten

Ananasstücke in einer Schüssel auf einem Holztisch

Wie bereits erwähnt spalten die Enzyme, welche in Ananas enthalten sind, Eiweiße. Wenn die Enzyme Milcheiweiße spalten, schmeckt ein Teil der entstehenden Abbauprodukte ungenießbar bitter.

Aus diesem Grund solltest du deinem Hund die Ananas nicht in Kombination mit Milchprodukten, wie zum Beispiel Quark oder Joghurt, verfüttern – außer natürlich, du willst ihm abgewöhnen, seinen eigenen Kot zu fressen.

4. Der Zuckergehalt

Durch die Schwerkraft sinkt häufig der Zucker, welcher sich im Fruchtfleisch befindet, nach unten. Lagerst du die Ananas aufrecht, dann findet sich somit üblicherweise im Boden der Frucht ein relativ hoher Zuckergehalt.

Eine Möglichkeit, um dem entgegenzuwirken, ist, dass du die Ananas, bevor du sie anschneidest, für eine Weile auf den Kopf stellt. Denn damit bewirkst du, dass sich der Zucker wieder gleichmäßiger in der gesamten Frucht verteilt.

Genauso kannst du diesen Effekt allerdings auch für dich nutzen. Verzichte dann einfach darauf, deinem Hund den zuckerreichen Boden der Ananas zu verfüttern. Auch der obere Bereich ist meist eher süß-sauer. Am besten ist es somit, wenn du deinem Vierbeiner ein Stück von der Mitte der Ananas zu naschen gibst.

Nun spricht auch nichts dagegen, wenn du die süße Frucht zusammen mit deinem Vierbeiner naschst und als kleines Leckerli in seinen Speiseplan integrierst. Schließlich ist an einer Ananas so viel Fruchtfleisch dran, dass sicherlich genug für deinen Hund übrig bleibt.

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