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Dürfen Hunde Tomaten essen oder sind sie ein No-Go?

Dürfen Hunde Tomaten essen oder sind sie ein No-Go?

Dürfen Hunde Tomaten essen? – Fragen sich viele Hundebesitzer vor allem im Sommer, wenn die Felder und der eigene Garten voll mit diesen leckeren Köstlichkeiten ist.

Um auf die Frage – Dürfen Hunde Tomaten essen? –  nur kurz zu antworten: Ja, aber mit größter Vorsicht!

Um es aber nicht zu überstürzen, müssen wir dich jedoch warnen, dass es einige Ausnahmen und Dinge gibt, die du wissen solltest, bevor du deinem Vierbeiner eine Tomate zum Fressen gibst.

In diesem Artikel wirst du erfahren, welche guten und schlechten Eigenschaften Tomaten haben und ob es wirklich eine gute Idee ist, sie deinem Hund zum Fressen zu geben.

Nachtschattengewächse

Plantage von reifen Tomaten

Vielleicht wusstest du das nicht, doch Tomaten, wie viele andere Gemüsesorten, gehören zu der Familie der Nachtschattengewächse.

Diese Bezeichnung stammt aus dem Mittelalter und hat komischerweise nichts mit Schatten oder Nacht zu tun.

Es ist nicht so, dass sie die Dunkelheit mögen, oder am schnellsten an schattigen Orten wachsen. Ganz im Gegenteil eigentlich, Tomaten benötigen, wie alle anderen Pflanzen, sehr viel Sonnenlicht, um zu wachsen.

Diese Bezeichnung trug die Bedeutung Nachtschaden oder auch Albtraum. Tomaten wurden wegen ihrer heilenden Kraft eingesetzt und weil man glaubte, dass sie böse Dämonen, die in Form von Albträumen kamen, vertreiben.

Obwohl die Tomate auf uns Menschen eine beruhigende und heilende Wirkung haben mag, kann sie bei unserem Vierbeiner das Gegenteil auslösen.

Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Auberginen usw. werden von uns Menschen sehr gern verzehrt, doch wenn es um unsere Haustiere geht, ist besondere Vorsicht geboten.

Darf ein Hund Tomaten essen?

Der Hund frisst Kirschtomaten

Wenn es darum geht, etwas zu essen, sind Hunde sehr neugierig und nehmen gerne einen Bissen von allem, was in ihren Napf liegt. Deswegen braucht es dich nicht wundern, wenn sie von Zeit zu Zeit eine Tomate verschlingen.

Es gibt sie in verschiedenen Größen, Farben und Formen. Egal ob klein, groß, rund, oval, herzförmig, glatt oder faltig, für unsere Hunde sind sie meistens ein Leckerbissen.

Obwohl sie für die meisten von uns lecker aussehen, gibt es immerhin auch diejenigen, die Tomaten nicht ausstehen können. Bei den Hunden ist es genauso.

Auf der einen Seite wird es Hunde geben, die auch diese vegetarische Speise mögen werden, und auf der anderen Seite diese, die sie verabscheuen werden.

Falls dein Hund zu dieser zweiten Sorte gehören soll, zwinge ihn nicht, Tomaten zu essen.

Bedenke, dass es auch andere Obst- und Gemüsesorten gibt, die dein Hund vielleicht mögen wird. Falls nicht, kannst du immer einen Nahrungszusatz kaufen, um zu sicherzugehen, dass dein Hund alle nötigen Nahrungsstoffe zu sich nimmt.

Für die Hunde, die gerne mal Grünzeug im Napf haben, sind Tomaten eine gute aber längst nicht die beste Option. Für Hunde sind sie in geringen Mengen sehr gesund.

Sie enthalten viel Vitamin C sowie die Vitamine B1, B2, B3, Pantothensäure und Niacin. Tomaten sind außerdem sehr reich an Kalium, das für die Nerven und Muskeln sehr wichtig ist, Magnesium, Kalzium, Eisen und Phosphor.

Der Bauer hält frisch gepflückte Tomaten in den Händen

Ihre typische rote Farbe hat sie dem Inhaltsstoff namens Lycopin zu verdanken, der zu der Gruppe der Carotinoiden gehört und eine angeblich krebshemmende Wirkung haben soll.

Außerdem besteht die Tomate, ähnlich wie die Gurke, zu 90 Prozent aus Wasser, was heißt, dass sie nicht nur gesund, sondern auch kalorienarm ist.

Trotz der guten Eigenschaften, sollte sie sich nicht so oft auf dem Speiseplan deines Hundes befinden.

Was in sehr geringen Mengen verfüttert werden soll, sollte am besten gar nicht verfüttert werden.

Falls du dich aber dennoch entscheiden solltest, die eine oder andere Tomate deinem Hund zu geben, musst du darauf achten, dass sie reif ist.

Eine Tomate kannst du entweder roh oder gekocht verfüttern. Eine gekochte Tomate enthält nicht mehr so viel Solanin wie eine rohe Tomate, und der Hund kann sie leichter verdauen.

Vor dem Kochen solltest du, falls nötig, die grünen Stellen wegmachen. Nachdem du die Tomaten gekocht hast, solltest du das Kochwasser wegschütten und es nicht dem Hund zum Trinken geben, weil das für Hunde giftige Solanin darin enthalten ist.

Tomatenallergie bei Hunden

heisere Lügen und Niesen

Genauso wie Menschen können Hunde auch Allergien aller Art entwickeln. Die Tomatenallergie ist auch eine davon.

Vor dem Füttern solltest du daher erstmal darauf achten, ob dein Hund die Tomate auch wirklich verträgt und keine allergische Reaktion aufweist. Die Symptome einer allergischen Reaktion sind:

• Niesen

• Husten

• Schwellungen

• Atembeschwerden

• Nesselsucht

Falls du merken solltest, dass dein Hund auf Tomaten allergisch ist, versuche das Hundefutter, das Tomatenstücke beinhaltet, zu vermeiden.

Warum dürfen Hunde keine Tomaten essen?

Hund neben Trockenfutter und frischem Gemüse

In den Nachtschattengewächsen ist der Solaningehalt sehr groß, weswegen man dieses Gewächs nicht so oft an Tiere verfüttern sollte.

Solanin ist, wie du schon vermuten konntest, für die Hunde sehr giftig. Der Giftstoff ist vor allem in unreifen Früchten zu finden.

Deswegen solltest du an deinen Hund auf gar keinen Fall unreife Tomaten verfüttern. Das giftige Solanin ist vor allem an den grünen Stellen am stärksten konzentriert.

Falls dein Hund von einer grünen Tomate essen sollte, kann es zu einer Solaninvergiftung kommen. Die Symptome bei einer Vergiftung sind zum Beispiel Durchfall, Krämpfe oder sogar Lähmungserscheinungen.

Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Schleimhautschädigung und Atemlähmung. Wie bei jedem Gift ist hier die Dosis entscheidend.

Wenn dein Hund aus Versehen eine kleine Tomate isst, die nicht ganz reif war, bedeutet das nicht, dass er gleich schwere Symptome haben und es zu Komplikationen kommen wird. Geringe Mengen werden keinen Schaden verursachen.

Was dein Hund auf keinen Fall essen sollte!

Hunden verbotenes Futter

Neben Tomaten gibt es sehr viele Obst- und Gemüsesorten, die dein Vierbeiner lieber nicht im Futternapf haben sollte. Dazu gehören:

Avocados – Sie sind für Hunde giftig, weil sie einen Giftstoff namens Persin enthalten, der den Herzmuskel beschädigen und so den Tod herbeiführen kann.

Rohe Hülsenfrüchte – Bohnen, Kichererbsen, Erbsen und Linsen enthalten Phasin, ein Lektingemisch, das die roten Blutkörperchen verklumpt und so zum Tod führen kann.

Außerdem vergrößern die Hülsenfrüchte das Risiko einer Magendrehung.

Rosinen und Weintrauben – Sie sind selbst in kleinen Mengen tödlich. Bei kleinen Hunden können geringe Vergiftungserscheinungen zum Nierenversagen und zum Tod führen.

Schokolade – Schokolade sowie alle Lebensmittel, die Kakao beinhalten bzw. aus Kakaobohnen gemacht wurden, sind für deinen Hund sehr giftig.

Sie beinhalten eine giftige Substanz namens Theobromin, die der Hundekörper sehr schwer abbauen kann.

ein weißer Pudel neben Lebensmitteln, die Hunden verboten sind

Die Theobromin-Konzentration hängt von der Kakaomenge und deswegen auch von der Schokoladensorte ab. Je dunkler die Schokolade, desto giftiger ist sie für den Hund.

Bereits geringe Mengen können für den Hund tödlich sein. Lass dich deswegen von der verlockenden Kraft der Schokolade nicht täuschen.

Walnüsse – Sie haben fast keine Nährwerte für den Hund und sind dazu auch sehr gefährlich. Die Schale der Walnüsse sowie frische Walnüsse können von einem spezifischen Pilz befallen sein, der für den Hund tödlich sein kann.

Knoblauch und Zwiebeln – Egal ob roh, gekocht oder getrocknet, Knoblauch und Zwiebeln sind für Hunde sehr giftig. Die Sulfide, die sie beinhalten, zerstören die roten Blutkörperchen und können so zu einer Anämie führen.

Obstkerne – Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche und Kirschen enthalten in ihren Kernen die Blausäure namens Cyanid, die die Zellatmung zum Erliegen bringt.

Deswegen musst du immer aufpassen, dass du die Kerne rausnimmst, bevor du solches Obst an deinen Hund verfütterst.

Pilze – Sie sind für Hunde ein großes No-Go, da sie sie sehr schwer verdaulich sind. Wenn sie roh gegessen werden, können sie sogar einen Schock verursachen und zum Tod führen.

eine Schüssel voller frischer Pilze

Rhabarber – Für die Hunde sehr ungeeignet, da seine Blätter Oxalate enthalten, die Entzündungen im Magen-Darm verursachen können, was zum Herzversagen führen kann.

Koffein – Ganz genau wie Schokolade entsteht während seines Abbaus Theobromin, das zum Tod führen kann.

Rohe Kartoffel, Auberginen und Paprikas – Sie sollten auf gar keinen Fall an den Hund verfüttert werden, da in ihren Schalen der Solaningehalt sehr groß ist.

Gekochte Kartoffeln, Auberginen und Paprikas kann der Hund fressen, allerdings in nicht so großen Mengen.

Rohes Schweinefleisch – Das könnte für dich jetzt eine Überraschung sein, weil Hunde kein Problem mit rohem Fleisch haben sollten, da sie ja von Wölfen abstammen.

Doch rohes Schweinefleisch kann für die Hunde das tödliche Aujeszky-Virus enthalten und sollte daher immer nur gekocht verfüttert werden.

Erdnüsse – Manche Hunde sind allergisch auf Erdnüsse und können epileptische Anfälle erleiden.

Abschließende Gedanken

Der Hund liegt im Tomatengarten

Obwohl Tomaten in geringen Mengen sehr gesund für den Hund sein können, raten wir dir dennoch davon ab, sie zu verfüttern.

Es gibt andere Obst- und Gemüsesorten, die dein Hund besser vertragen könnte und die weniger giftig sind als die Tomate.

Nur weil du ein Tomatenfan bist, heißt das nicht, dass dein Hund sie mögen wird.

Am besten wäre es, wenn du sogar Nahrungsmittel, die Tomaten beinhalten, wie Tomatensuppe oder Tomatensoße, auch abstreichen würdest, weil diese Produkte noch weitere Zusatzstoffe beinhalten, die für den Hund nicht gut sind.

Wenn du deinem Hund zusätzliche Vitamine und Mineralien sichern willst, dann versuche es mal mit Mandarinen oder verschiedenen Kohlsorten.

Bedenke jedoch, dass Hunde im Grunde Fleischfresser sind und Obst und Gemüse in ihrem Napf eher seltener oder in kleinen Mengen vorkommen sollte.

Dürfen Hunde Tomaten essen oder sind sie ein No-Go

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